Was ist MONITORING?

Was ist Monitoring?

Bei einer Leistungsdiagnostik wird, meistens am Anfang einer Saison, die Fitness des Athleten in mehreren Aspekten erfasst. Hierzu werden Beweglichkeit, Stabilität, Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit getestet. Für eine valide Leistungsdiagnostik muss der Athlet regeneriert sein. Eine Leistungsdiagnostik misst die FITNESS eines Athleten, also das, was er potentiell bei voller Regeneration leisten könnte, sprich seine potentielle Leistungsfähigkeit.

Fitness vs. Freshness

Wenn es allerdings darum geht, die FRESHNESS zu erfassen, also das, was der Athlet in der Realität zum aktuellen Zeitpunkt, bei seiner aktuellen Erschöpfungssituation leisten kann, und um daraus auch ableiten zu können, wie die Trainingsintensität und das Trainingnsvolumen dosiert werden müssen, dann ist der MONITORING Prozess erforderlich. Monitoring misst die aktuelle Leistungsbereitschaft, die FRESHNESS des Athleten. Im Gegensatz zur Leistungsdiagnostik wird Monitoring täglich bis mindestens wöchentlich durchgeführt und gibt bei guter Auswahl der Indikatoren und einer smarten Auswertung, eine wichtige Aussage über den aktuellen Regenerationszustand des Athleten.

NBO Omegawave Monitoring

Monitoring kann man sich vorstellen, wie ein Armaturenbrett im Auto. Dort kann man jederzeit ablesen, wie schnell man gerade fährt, wie voll der Tank noch ist und wie weit man bei aktueller Geschwindigkeit noch fahren kann.

Ein guter Indikator für ein Monitoring muss:

  1. ein Marker für Erschöpfung sein
  2. selber nicht erschöpfend sein
  3. schnell und einfach messbar sein

Erschöpfung liesse sich natürlich auch durch einen Vo2Max Test auf dem Fahrradergometer sehr gut feststellen. Auch könnte man durch ein sportspezifisches Training ziemlich gut feststellen, ob ein Athlet oder Team erschöpft ist. Beides dauert allerdings nicht nur lange, sondern produziert zusätzliche Erschöpfung. Man verändert also das, was man beobachten möchte. Tests, die zusätzliche Erschöpfung produzieren eignen sich also nicht für ein Freshnessmonitoring.

CNS Fatigue

Bei der Auswahl und Auswertung von Monitoringindikatoren muss man zwischen zentraler und muskulärer (peripherer) Erschöpfung differenzieren, denn ein Athlet kann muskulär sehr erschöpft, zentral aber noch gut erholt sein (wie z.B. nach einem Muskelaufbautraining). Genauso kann er zentral-nervös stark erschöpft, muskulär aber noch sehr frisch sein (z.B. nach einem intensiven Schnellkrafttraining). Während eine Eistonne bei zentraler Erschöpfung nicht immer eine sinnige Restorationsmethode ist, bringt im Umkehrschluss ein entspannender Waldspaziergang auch nicht viel für das muskuläre System. Restorationsmethoden können mit einem guten Monitoringsystem individualisiert werden.

Wenn ein Athlet bei einem Spiel schlechte Leistung abruft und seine Monitoringwerte auch schlecht aussehen, dann hat dieser Athlet kein FITNESS Problem, sondern ein FRESHNESS Problem. Dieses Problem kann er nur mit optimierter Regeneration lösen. Wenn die Leistung im Spiel schlecht ist, die Monitoringwerte aber gut, dann liegt das Problem eher nicht bei mangelnder Regeneration.

Bildschirmfoto 2015-10-08 um 10.20.25

Monitoring, ähnlich wie ein Armaturenbrett im Auto, hilft uns jederzeit ablesen zu können, wie schnell man gerade fährt, wie voll der Tank noch ist und wie weit man bei aktueller Geschwindigkeit noch fahren kann. Mit Monitoring ist es möglich, Leistungs- schübe zu timen und Überlastungen und Verletzungen zu reduzieren. Und ähnlich wie im Auto, würde man dabei nie den Blick auf die Strasse verlieren.

Bildschirmfoto 2015-10-08 um 10.20.25

Mehr über das Thema Monitoring, individualisierte Restorationsmethodik, und anschliessender Trainingssteuerung findest du zum Beispiel in unserem Buch EISHOCKEY PERFORMANCE.

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